zurück


 

In Memoriam: Djumana von Scheßlitz

Geboren am 31.08.2002, gestorben am 07.06.2017. Mutter von 16 Kindern (unser F- und H-Wurf).

 
Djumana mit 13 Jahren


Djumana mit 14-einhalb.

…und es ist soo still… für immer… das Lied von Juptiter Jones klingt in mir, wenn ich an unsere liebe Djumi denke. Es fällt mir schwer, über sie zu schreiben. Sie hat mir so viele schöne Momente geschenkt. Und sie fehlt mir jetzt so sehr…

Geboren wurde sie als letzter Welpe unseres D-Wurfes und war damit das letztgeborene Kind unserer lieben Ronja. Schnell hat sie unser Herz mit ihrer lustigen Art erobert. Sie war bis fast zuletzt die pure Lebensfreude – und das war ansteckend. Wie oft habe ich über ihre Clownereien lachen müssen. Sie war so schlau, unkompliziert, ein Leben lang kerngesund, einfühlsam und liebenswert. Sie hat immer versucht, uns zu gefallen und war einfach nur froh bei uns zu sein – jeden Tag ihres Lebens – 24 Stunden. Das hat ihre Erziehung sehr leicht gemacht. Ich war immer so stolz auf sie. Begleithundeprüfung, Agility, Pferdebegleithund, usw.; überall war sie super. Ihre Urenkelin Leia ist ihr da sehr ähnlich. Sie ist mir ein großer Trost. Wenn ich heute unsere Kleine anschaue, sehe ich viel von unserer Hundeomi in ihr leuchten.

Zwei Beispiele möchte ich kurz erzählen, die ihre einzigartige Art wiederspiegeln.:

Als wir wieder einmal in den Bergen unterwegs waren, ist unser Wirbelwind an einem Wasserfall an einer unübersichtlichen Stelle 15 m abgestürzt. (Seither sind unsere Hunde in den Bergen an Rollleine und Brustgeschirr). Dabei hat sie sich einen Lungenriss zugezogen. Gott sei Dank haben wir sie schnell gefunden und aus dem Bach ziehen können. Gerade noch rechtzeitig haben wir den Tierarzt erreicht. Während er verzweifelt versuchte, die Kanüle für eine Infusion zu legen, sah ich das letzte Restchen Leben langsam aus ihrem Körper rinnen. Die Schleimhäute und Krallen waren schneeweiß und ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben. Mit Homöopathie hat er dann die Kreislaufsituation soweit stabilisieren können, dass er eine Infusion legen konnte. Djumis Mama hat dann noch Blut gespendet und Djumana zeigte den ihr so eigenen Lebenswillen wieder. Keine 2 Stunden nachdem sie dem Tod buchstäblich von der Schippe gesprungen ist, war unser Sonnenschein wieder auf den Beinen und super gut gelaunt. Nachdem sie staunend die Praxis beschnuppert hat („wie bin ich denn hierhergekommen“?), lief sie schwanzwedelnd und an der Leine ziehend nach draußen: „Na Frauchen? Was machen wir denn heute noch spannendes?“, sagte ihr Blick. Ich musste sie nur kopfschüttelnd an mich drücken und bekam einen Heulkrampf vor Erleichterung.

Typisch für sie war auch ihre Musikalität. Das erste Mal ist uns das bei einer Bootsfahrt auf dem Königssee aufgefallen. In der Mitte des Sees liegt die Echowand, an der das Boot kurz stoppt. Ein Angestellter spielt dann auf der Trompete eine Melodie, die dann von der Felswand zurückgeworfen wird. Djumana spitzte bei den ersten Tönen der Trompete die Ohren. Dann warf sie den Kopf Richtung Echo herum.: „Das ist ja toll. Das probier‘ ich auch mal!“ Das war dann eine lustige Geschichte: zuerst die Trompete, dann das Echo und zum dritten sang unsere Djumi, die bis zum Ende des Liedes ein zweites Echo zur großen Erheiterung ihres Publikums zum Besten gab. Seither hat sie immer gerne mit uns gesungen. Happy Birthday to
youuuuuuuu… Das wird mir so fehlen.

Sie war eine tolle Mama, (sie hat sogar unsere Hasenbabys adoptiert) ein Hund mit dem man Pferde stehlen konnte - durch dick und dünn gehen – die in allen Situationen ein wunderbarer und treuer Begleiter war. Sie hat ein großes Loch in unseren Herzen hinterlassen. Aber so ist das Leben: es trennt irgendwann auch mal die besten Freunde. Ich hoffe, dass wir uns eines Tages in einer anderen Welt wiedersehen werden.